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Ajouts récents

Universal Declaration

Un tiempo ambiguo pero esperanzador. Ramón Alario

France. Les abandons du ministère inquiètent dans l'église baptiste

Donne et prete. Un amore irrisolto. Adriana Valerio

Dio chiama al sacerdozio sia celibi sia sposati. Basilio Petrà

Rome. Rencontre nationale du groupe de prêtres mariés Vocatio. Mauro Castagnaro

France. L'affaire Gréa

BORRAS Alphonse, Quand les prêtres viennent à manquer, Ed. Mediaspaul, 208 pages, 17 €

FORESTIER Luc, Les ministères aujourd'hui, Ed. Salvator, 210 pages, 21 €

El cura debería dejar de ser el eje. La prioridad, el protagonismo retorna a la comunidad. Ramón Alario y Julio Pinillos

CAVAILLÈS Robert, Orgue et clairon, Ed. L'Harmattan, 476 pages, 33 €

Vorstellung

Die meisten nationalen und regionalen Gruppen haben sich im Jahrzehnt ab 1970 zusammen gefunden als Folge eines beispiellosen Aderlasses unter der Geistlichkeit der katholischen Kirche. Nach einem bemerkenswerten „Frühling in der Kirche“, wie es das II. Vatikanische Konzil darstellte, voll des Geistes des Evangeliums, voll Hoffnung auf Erneuerung, auf Dialog mit der gegenwärtigen Welt, musste man dann doch schnell zurückstecken... Humanae Vitae und dann die Bischofssynode 1971 läuteten schon den Rückweg in die Restauration ein, im Bereich der Moral (eine strenge Dogmatik beispielsweise im Bereich der Moral) ebenso wie im kirchlichen Bereich (eine kalte Zurückhaltung, sogar Manipulationen beim Versuch, wenigstens minimale demokratische Verfahren einzuführen). Angesichts dieser Entwicklung haben weltweit mehr als 100000 Priester den Dienst verlassen und geheiratet. Diese Zahl ist rund ein Viertel der Priester im Amt. Sie haben geheiratet und wurden gezwungen, ihr Amt zu verlassen, manchmal auch ihr Milieu, ihre Familie und ihren Wohnort. Die meisten von ihnen bekamen von Rom leicht die kanonische Dispens vom Zölibat.

Die Lebensfähigkeit dieser Gruppen entsprach ohne Zweifel einer persönlichen und sozialen Notwendigkeit. Diese Priester und ihre PartnerInnen, sowie manchmal auch ihre Kinder, sie mussten die Last von Schuldgefühlen tragen, die sehr häufig keine Grundlage hatte, sie aber in ein verdächtiges Verschweigen einschloss. Sich miteinander auszutauschen, sich gegenseitig zu stützen und einander zu helfen und da zu sein, um die anderen aufzufangen, das war die erste Aufgabe. Vielleicht war es auch das Wichtigste dieser Freundeskreise. Aber das gemeinsame Nachdenken, der Wunsch, die erworbene Erfahrung ohne Nostalgie zu bewerten, die Unfähigkeit, sich in eine passive Haltung zu zwängen, die oft den „Gläubigen“ aufgezwungen wurde, haben diese Gruppen verheirateter Priester veranlasst, sich eine zweite, mehr militante und ausgeprägte Aufgabe zu geben, nämlich ein „erneuertes Amt“ vorzustellen. Dieses Engagement zog durchaus die Aufmerksamkeit der Priester auf sich, die im Amt verblieben waren, manchmal auch der Priester im Ruhestand, sowie Vereinigungen von Laien, denen es an Demokratie und Reformen fehlte. Speziell im internationalen Bereich haben diese Auseinandersetzungen die Untersuchungen und verschiedene Fortschritte genährt, die ihrerseits die alle drei Jahre stattfindenden Kongresse der Internationalen Föderation verheirateter katholischer Priester erfolgreich machten.

Aber das, was jene Gruppen über 20, 30 oder sogar 40 Jahre motiviert hat, ist immer noch aktuell, es ist sogar heute noch wichtiger als früher! Die Skandale von sexuellem Missbrauch in der Priesterschaft, das Schweigen, das um die geheimen Beziehungen der Priester sorgfältig eingehalten wird, die systematische Zurückweisung einer Debatte über das Gesetz des Zwangszölibats, das Verbot, über die Rechte der Frauen in der Kirche zu diskutieren, ihr Ausschluss von innerkirchlichen Entscheidungen, die Systemblockade der Verwaltung der Gemeinden mit dem Import ausländischer Geistlicher sind ebenso das Arbeitsfeld, damit wir uns weiterhin einmischen. Das alles erzwingt unsere Stellungnahmen und unser Engagement.